Erzeuger-Verbraucher-Dialog
Die Erzeuger-Verbraucher-Dialoge sind im Laufe der vergangenen Jahre zu einer wichtigen Plattform für den Austausch zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft gewachsen. Mit der aktuellen Projektphase richtet sich der Fokus gezielt auf die Ernährungsbildung an Schulen und sozialen Einrichtungen.
Kommunikationsoffensive: Vom Dialog zur Ernährungsbildung an Schulen
Landwirtschaft und ländliche Räume stehen vor großen Transformationsaufgaben. Viele Menschen wissen heute wenig über die Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft – insbesondere Kinder und Jugendliche. Dadurch geht oft die Wertschätzung für regionale Produkte verloren.
Der Erzeuger-Verbraucher-Dialog richtet sich gezielt an junge Menschen – die Verbraucher:innen von morgen – und fördert Ernährungsbildung als Schlüsselkompetenz für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche frühzeitig für die Themen regionale Lebensmittel, nachhaltigen Konsum und die Bedeutung regionaler Wertschöpfungsketten zu sensibilisieren.
Netzwerke entwickeln
Erste Konzeptideen machen deutlich, dass das Thema regionale Ernährungsbildung zunehmend an Bedeutung gewinnt. Ziel ist es, das entstandene Netzwerk weiter auszubauen, neue Regionen einzubinden und erfolgreiche Formate weiterzuentwickeln. Neben den laufenden Umsetzungen für 2026 zeigen bereits jetzt weitere Schulen, Initiativen und regionale Akteure Interesse an einer Beteiligung im kommenden Jahr.
Projekte vor Ort starten
Für die Umsetzung des Erzeuger‑Verbraucher‑Dialogs 2026 konnten Kooperationspartner aus unterschiedlichen Bereichen gewonnen werden. Der Bio Hof Brinkmann (in NRW), der Verein SpeiseGut e.V. mit der FÖL Berlin-Brandenburg e.V. sowie die ILE Schwarzach-Regen in Kooperation mit der Öko-Modellregion Naturpark Oberer Bayrischer Wald bringen ihre jeweiligen Erfahrungen und Kompetenzen in das Projekt ein.
Dabei entstehen individuelle Bildungsformate, die regionale Ernährung, Landwirtschaft und Wertschöpfungsketten praxisnah vermitteln. Die konkreten Maßnahmen orientieren sich an den jeweiligen regionalen Voraussetzungen und werden gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelt. Die geplanten Formate reichen von Dialogveranstaltungen und Projekttagen über Exkursionen bis hin zu praktischen Bildungsangeboten rund um regionale Lebensmittel und deren Verarbeitung.
Netzwerktreffen Ernährungsbildung
Wie gelingt es, regionale Ernährungsbildung langfristig in Schulen zu verankern? Welche Unterstützung benötigen Lehrkräfte und Bildungspartner, um entsprechende Angebote eigenständig umzusetzen? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich das kommende Netzwerktreffen im Rahmen des Erzeuger‑Verbraucher‑Dialogs.
Gemeinsam Ernährungsbildung gestalten
Regionale Ernährungsbildung lebt vom Austausch zwischen Schulen, Bildungspartnern und regionalen Akteuren. Das Netzwerktreffen bietet Raum, um Erfahrungen zu teilen, Bedarfe sichtbar zu machen und gemeinsam Ideen für die Weiterentwicklung von Ernährungsbildung im schulischen Kontext zu entwickeln.
Ziel der Veranstaltung ist es, Lehrkräfte, regionale Akteure, Bildungspartner und Interessierte zusammenzubringen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu diskutieren, welche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ernährungsbildung im schulischen Kontext erforderlich sind.
Netzwerktreffen Ernährungsbildung
30. November 2026 | 16.00 - 18:00 Uhr | Klimaerlebniswelt Oerlinghausen
Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung folgen in Kürze.
Resümee bisheriger Veranstaltungen
In den Projektjahren 2023 und 2024 fanden 14 Erzeuger-Verbraucher-Dialoge in ganz Deutschland statt. Sie erwiesen sich als effektives Mittel, um das Bewusstsein für nachhaltige Landwirtschaft zu stärken. Es zeigte sich, dass Teilnehmer*innen während der Dialoge konkrete Maßnahmen wie Vereins- und Netzwerkgründungen oder Workshops für ihre Region entwickelten und eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen den Akteur*innen begannen.
Erzeuger-Verbraucher-Dialog selbst veranstalten
Die Veranstalter*innen der Erzeuger-Verbraucher-Dialoge tragen zur Lebensqualität und zu mehr Aufklärung in der eigenen Region bei. Wie die innovative und nachhaltige Landwirtschaft der Zukunft aussehen soll, muss das Ergebnis einer umfassenden gesellschaftlichen Debatte sein. Daher können persönliche Begegnungen mit Erzeuger*innen und Verarbeiter*innen innerhalb eines Erzeuger-Verbraucher-Dialoges sowie im integrierten World Café einen entscheidenden Beitrag an dieser Debatte leisten.
Zum Leitfaden Kommunikationsoffensive
Download: Übersicht "Jetzt eine Kommunikationsoffensive starten!"
Der Erzeuger-Verbraucher-Dialog hat in seinen bisherigen Projektphasen bereits gezeigt, wie fruchtbar der Austausch zwischen Landwirtschaft, Erzeuger:innen, Verbraucher:innen und Politik sein kann.
In zahlreichen Veranstaltungen, Workshops und Diskussionsrunden konnten regionale Netzwerke entstehen, Initiativen gegründet und Kooperationen angestoßen werden, die das Verständnis für nachhaltige Landwirtschaft und regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt haben. Die bisherigen Veranstaltungen zum Erzeuger-Verbraucher-Dialog haben so wichtige Grundlagen geschaffen, auf denen die jetzige Bildungsinitiative aufbaut.
Erzeuger-Verbraucher-Dialog
Die Erzeuger-Verbraucher-Dialoge bieten eine einzigartige Plattform, auf der Erzeuger*innen und Verbraucherschaft miteinander ins Gespräch kommen . Hier dreht sich alles um das Thema nachhaltige Landwirtschaft, regionale Produkte und die Zukunft unserer Lebensmittelversorgung. In den letzten Monaten haben die Kooperationspartner*innen der Regionalbewegung bereits erfolgreiche Erzeuger-Verbraucher-Dialoge durchgeführt. Diese Veranstaltungen waren geprägt von lebendigen Diskussionen und dem Austausch von Ideen, die einen echten Einblick in die Vielfalt der regionalen Lebensmittelkultur boten.
Kommunikationsoffensive zur Stärkung regionaler Landwirtschaft
Die Landwirtschaft in Deutschland hat eine große wirtschaftliche, ökologische und soziale Bedeutung. Die Bäuerinnen und Bauern bewirtschaften ca. 50 % der gesamten Fläche in Deutschland und erhalten die vielfältigen Kulturlandschaften. Die Landwirtschaft als auch das Lebensmittelhandwerk sind jedoch inmitten tiefgreifender Veränderungen. In vielen Regionen geben v.a. kleine und mittlere Betriebe in der Landwirtschaft und dem Lebensmittelhandwerk ihren Betrieb auf. Teilweise sind regionale Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen schon nicht mehr vorhanden.
Diese Situation steht im direkten Widerspruch zu einer steigenden Verbrauchernachfrage nach regionalen Lebensmitteln. Dabei handelt es sich nicht um einen kurzfristigen Trend, sondern diese Orientierung beruht auf einem Gesellschaftswandel, der auf die Rückbesinnung auf eine nachvollziehbare Herkunft und eine besondere Qualität der Lebensmittel wert legt.
Gesellschaftliche Debatte mit dem Erzeuger-Verbraucher-Dialog
Mit dem Instrument des Erzeuger-Verbraucher-Dialogs werden bundesweit eine gesellschaftliche Debatte angestoßen, um mehr Verständnis für die Landwirtschaft und mehr Verständigung über neue Wege der Landwirtschaft zu schaffen. In Gesprächs-Erlebnis-Aktionen werden der Diskussionsprozess und der Austausch von Akteur*innen aus Landwirtschaft, Initiativen und Verbraucherschaft sowohl auf regionaler als auch auf überregionaler Ebene geführt.
Verschiedene Impulsvorträge geben den Teilnehmenden einen Input für die bestimmende Thematik in der Region. Im Rahmen eines World Café kommen im weiteren Verlauf Erzeugende und Verbrauchende ins Gespräch. Durch mehrere Runden des World Cafés können verschiedene Ansichten eingenommen werden und verschiedene Gesprächspartner*innen zusammenfinden. Abschließend werden die Ergebnisse des World Cafés vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.
Publikation
„Erfolgreiche Erzeuger-Verbraucher-Dialoge - Ein Praxisleitfaden für nachhaltige Begegnungen und regionaler Zusammenarbeit"
Tag der Regionen
Zukunft aufgetischt!
Aktuelles aus der Regionalbewegung
Gut informiert mit der REGIOpost
Kompakt, informativ und regelmäßig ca. alle acht bis 10 Wochen informiert der Newsletter der Regionalbewegung, die REGIOPost, über alle wichtigen Themen, Termine, Tipps und Personalien aus der Regiobranche.
Lesen Sie Wissenswertes und hoffentlich Anregendes, manchmal sicherlich Aufregendes und hin und wieder etwas zum Schmunzeln per E-Mail. REGIOpost, so vielfältig, bunt und lebendig wie die Regionalbewegung!
Mitmachen erwünscht!
Für die nächste Projektphase werden interessierte Akteure, Initiativen insbesondere Schulen gesucht, die Lust haben, selbst aktiv zu werden.
Wer Interesse hat, kann sich direkt bei der Projektleitung unter berger@regionalbewegung.de melden.
Wissen teilen, Verständnis fördern und gemeinsam handeln
Im Mittelpunkt stehen die Lernangebote wie Projektwochen, Nachmittags-AGs, Exkursionen zu landwirtschaftlichen Betrieben sowie Workshops mit Erzeuger:innen. So sollen die Schüler:innen nicht nur über den Ursprung ihrer Lebensmittel aufgeklärt werden, sondern sie sollen auch lernen, welche ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen die eigenen Ernährungsentscheidungen haben.
Dabei ist eine enge Zusammenarbeit mit Schulen, landwirtschaftlichen Betrieben, Initiativen und Erzeuger:innen gefragt. Und es besteht die Chance auf ein lebendiges Netzwerk, das regionale Ernährung nicht nur vermittelt, sondern auch erlebbar macht und dabei unterstützt, regionale Ernährungsthemen dauerhaft in den Schulalltag zu integrieren.
Kompakte Mitmach-Informationen für Schulen und Einrichtungen
Header: © Michael Fischer / Bundesverband der Regionalbewegung e.V. // Impressionen: © Jana Berger / Bundesverband der Regionalbewegung e.V.